Ehemalige Leiter

1985 - 2012

Joshard Daus

studierte Schulmusik an der Universität seiner Heimatstadt Hamburg und absolvierte an der dortigen Hochschule für Musik und Theater das Kapellmeisterstudium bei Professor Brückner-Rüggeberg.

Von 1976 bis 1996 war er städtischer Musikdirektor in Hamm und Lippstadt. Seine künstlerischen Erfolge brachten ihm 1985 den Ruf als Professor für Chor- und Orchesterleitung sowie als Direktor des Collegium musicum an die Johannes Gutenberg-Universität nach Mainz.

Ein Jahr später begann die enge Zusammenarbeit mit Sergiu Celibidache. Sie führte ihn in der Zeit von 1990 bis 1993 als Chordirektor zu den Münchner Philharmonikern. Dem intensiven Kontakt zu Maestro Celibidache verdankt Joshard Daus wesentliche Impulse seiner eigenen Arbeit. Es ist der Reiz der Klangfarben, das Spiel zwischen menschlicher Stimme und instrumentaler Musizierform, dem er sich fortan widmete. Seine Ideale als Lehrer und Musiker verwirklichte Joshard Daus in der Gründung der EuropaChorAkademie. Sie entstand aus der Kooperation zwischen der Johannes Gutenberg-Universität und der Hochschule Bremen, an deren Musikforum er auch den 1978 von ihm gegründeten Brahms-Chor ansiedelte. Als Forum für junge europäische Musiker bildet die EuropaChorAkademie als Konzertchor wie Bildungsinstitution für Nachwuchskünstler und Musikinteressierte, die ideale Plattform zur Erarbeitung chorsinfonischer Musik für höchste Ansprüche. Neben der eigenen Konzerttätigkeit, studiert Joshard Daus die EuropaChorAkademie für Dirigenten wie Michael Gielen, Sylvain Cambreling und Kent Nagano ein. Darüber hinaus leitete Prof. Daus als Dirigent namhafte Orchester wie die Münchner Philharmoniker, das Royal Philharmonic Orchestra London oder das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Seit seiner Zeit als Direktor der Sing-Akademie zu Berlin, der weltweit ältesten Chorvereinigung, widmet sich Joshard Daus auch Erstaufführungen herausragender Werke aus dem Archiv der Sing-Akademie. Seit 2010 ist Joshard Daus Honorarprofessor am Konservatorium Xi´an in China. Seine künstlerische Arbeit dokumentiert sich in zahlreichen Rundfunkaufnahmen, CD- und DVD-Produktionen.