ColMusiKuss

Konzept und Hintergrund


ColMusiKuss
ist das Programm der musikalischen Kinderprojekte des Collegium musicum an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

ColMusiKuss ist das Angebot der Musikalischen KinderUni der JGU, das das Collegium musicum zusammen mit dem Lehrstuhl für Musikvermittlung / Konzertpädagogik an der Hochschule für Musik Mainz erstellt.

ColMusiKuss wendet sich an Kinder, an Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen: Das Collegium musicum möchte mit dem jeweiligen Musenkuss die kleinen Musikusse wecken, die in jedem einzelnen schlummern, und das junge Publikum für Musik in ihren verschiedensten Erscheinungsformen interessieren und begeistern.

Leitung und Konzeption von ColMusiKuss liegt bei Prof. Felix Koch, Direktor des Collegium musicum an der JGU, Professor für Alte Musik und für Musikvermittlung / Konzertpädagogik an der Hochschule für Musik Mainz.

 

Das Ansprechen von Kindern vor allem im Grundschulbereich ist ein wichtiges Anliegen des Collegium musicum: Gerade diese Altersstufe umfasst die essentiell prägenden Jahre, positive Erfahrungen und positive Erlebnisse können elementare Entwicklungswege bahnen; in diesem Alter Vorurteile und Berührungsängste gegenüber dem Musik-Hören und Musik-Machen zu beseitigen und Spaß und Interesse zu wecken, ist eine entscheidende Aufgabe.
Gerade die jungen Zuhörer im Alter von circa 7 bis 11 Jahren liegen Prof. Koch, der parallel zu seiner Hochschultätigkeit lange Jahre auch als Grundschulpädagoge gearbeitet hat, besonders am Herzen. Neben einzelnen Projekten für die Sekundarstufen weiterführender Schulen liegt der Hauptakzent im Angebot des ColMusiKuss-Programms deshalb bei Grundschul-Klassen.

Die generellen pädagogischen Grundlagen von ColMusiKuss folgen den Prinzipien des „Aufbauenden Musikunterrichtes“ mit den drei Praxisfeldern musikalisches Gestalten, Aufbau musikalischer Fähigkeiten und Erschließung von Kultur, ergänzt durch Forschungsergebnisse und Erkenntnisse der akademischen Disziplin „Musikvermittlung und Konzertpädagogik“.

Der konkrete Gegenstand der jeweiligen ColMusiKuss-Projekte umfasst das gesamte Spektrum musikalischer Erscheinungsformen von der klassischen Musikgeschichte bis hin zu modernen Formen zeitgenössischer Popularmusik, so dass Barockopern, hochromantische Programm-Musik, experimentelle Klangspiele und rockig-poppige Songs gleichermaßen musikalische Inhalte bei ColMusiKuss sein können.
Die Themenstellungen variieren ebenfalls auf breiter Ebene von klassischen Handlungsstoffen / anekdotischen Erzählungen bis hin zu systematischen Fragen etwa nach Instrumentengruppen, Klangerzeugung, formalen Strukturen oder Kulturgeografie.
Beispiele bisheriger ColMusiKuss-Programme sind: die humoristischen Kurzopern „Pimpinone“ und „Don Quichotte“ von Georg Philipp Telemann; eine kindgerechte Kurzversion des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn; ein spielerischer Überblick über traditionelle Musik, Tänze und Gesänge aus Südafrika; eine Einführung und erste Begegnung mit Holzblasinstrumenten bei der „Reise nach Klaröfa“ und mit Horn-Instrumenten (einschließlich Alphorn!) bei „Hornissimo“; eine fantasiebeflügelnde Annäherung an die „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky mit vielen Bewegungsspielen.
Neben der geführten-moderierten Darbietung von Musik stehen immer große Anteile an eigener praktischer Beteiligung des Kinder-Publikums am Musikgeschehen: wiederkehrende Motto-Lieder dienen als Leitfaden durch das jeweilige Programm, Elemente der Pantomime sowie Tanz- und Singspiele ergänzen Quiz- und Denkspiele mit Gruppen- oder Einzelbeteiligung. Der direkte Dialog mit den Kindern spielt dabei ebenso eine große Rolle wie die witzig-ansprechende Darbietung.

Die Einbeziehung von Gastensembles und Kooperationspartnern bei ColMusiKuss-Veranstaltungen sorgt für ein abwechslungsreiches Angebot mit wechselnden Besetzungsgrößen, Klangfarben und Stilrichtungen. So durfte das Collegium musicum in seinem Kinderprogramm mit dem Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz bereits eine führende Bläserphilharmonie als Gast begrüßen, mit dem Neumeyer Consort ein renommiertes Barock-Ensemble mit Historischer Aufführungspraxis, mit dem Stellenbosch Vocal Ensemble und dem Midlands Youth Choir KwaZulu-Natal authentische Vertreter der traditionellen südafrikanischen Musikkultur.

Regelmäßig sind bei den ColMusiKuss-Programmen Studierende des Collegium musicum und der Hochschule für Musik Mainz als Mitwirkende mit einbezogen in Ausführung und/oder Planung und Konzeption der Programme.
Die Gesamtleitung und Moderation der ColMusiKuss-Konzerte liegt in den Händen von Prof. Felix Koch.

Die engen Kontakte zum rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und zum Landesverband der Musikschulen Rheinland-Pfalz garantieren eine gute Multiplikatorenwirkung des ColMusiKuss-Programmes.
Die engen Kontakte zu Grundschulen (und weiterführenden Schulen) in Mainz sowie im rheinhessischen und hessischen Umland helfen bei der institutsinternen Evaluation und der praxisorientierten Weiterentwicklung des Angebots.

Durch die gute Vernetzung ist die Resonanz der ColMusiKuss-Veranstaltungen durchgehend höchst erfreulich: Pro Aufführung an der JGU werden in der Regel zwischen 220 und 250 Kinder erreicht; mit einem einzelnen Programm in mehreren Aufführungen konnten so bisher bis zu 2.000 Kinder erreicht werden, und die Aufführungen sind schnell ausgebucht.
Auch die Begleitung und Rezeption in der Presse ist vorbildlich – von regelmäßiger Vorberichterstattung und Vorankündigung über Rezensionen und Pressereportagen über die Aufführungen bis hin zu eigenen Aktionen der Kinderzeitung „Kruschel“ von der Verlagsgruppe Rhein-Main bei den ColMusiKuss-Veranstaltungen und der Filmberichterstattung im Kulturmagazin des SWR „LandesArt“ sowie in den SWR-Landesnachrichten