Konzert Wintersemester 2016/17

"Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi

Sonntag, 5. Februar 2017 -- 18:00 Uhr

in Mainz, Halle 45 (vorm. Phönix-Halle)

Solisten des bundesweiten Stipendiaten-Programms des Collegium musicum Mainz
UniChor Mainz & UniOrchester Mainz

Leitung: Prof. Felix Koch

! AUSVERKAUFT !

NEU:

Öffentliche Generalprobe in der Halle 45
11:30 Uhr [pünktlich!]  ---  Eintritt frei!


Zum Abschluss des Jubiläumsjahres seines 70jährigen Bestehens präsentiert das Collegium musicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eine der bedeutendsten „nicht-liturgischen“ Totenmessen des 19. Jahrhunderts: die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi (1813-1901).

Nach einer Aufführung seiner letzten Oper Falstaff in Rom wurde Verdi überschwänglich als „der größte lebende Komponist“ gefeiert. Der greise Verdi winkte ab: „Nein, lassen Sie den großen Komponisten beiseite, ich bin ein Mann des Theaters.“ So verwundert es nicht, dass im Schaffen Verdis – neben seinem deutschen Antipoden Richard Wagner der bedeutendste Opernkomponist im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts – die geistlichen Kompositionen (mit denen er sich vor allem in seinen letzten Jahren beschäftigte) ganz im Schatten seiner Bühnenwerke stehen.

Die Messa da Requiem entstand zu Ehren des Schriftstellers Alessandro Manzoni – der Autor der Promessi Sposi (Die Verlobten) wurde auch von Verdi als italienischer Nationaldichter hoch verehrt –, der im Mai 1873 gestorben war. Unter Verwendung seines Libera me aus der letztlich nicht realisierten Gemeinschaftskomposition eines Requiems zum Tode von Gioacchino Rossini (1868) schuf Verdi eine monumentale Totenmesse mit gewaltiger Besetzung, die zum ersten Jahrestag von Manzonis Tod 1874 in Mailand uraufgeführt wurde.

Neben den Quattro pezzi sacri (Vier geistliche Stücke) und einigen wenigen Opern-Ouvertüren sinfonischen Zuschnitts (Sizilianische Vesper, Macht des Schicksals) sollte sich das Requiem schnell als bedeutendstes Konzert-Werk Verdis etablieren.

Während der musikalische Rang des Requiems unbestritten ist, ist die systematische Gattungs-Einordnung von Beginn an ein weites Diskussionsfeld: Für Verdis Zeitgenossen Hans von Bülow ist es eine „Oper im Kirchengewande“, für George Bernard Shaw ist es gar „Verdis größte Oper“, und der Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus rechnet es zu der „ungemein charakteristischen Gruppe von geistlichen Werken jenseits der Kirchenmusik“.

Ob man in dem äußerst effektstarken Werk nun eher Bühnentheatralik oder spirituelle Erhebung entdeckt, kann man nun im direkten Erleben der Aufführung der Messa da Requiem in der als Halle 45 wiederauferstandenen Phönix-Halle entscheiden.

Kategorie I     22,- € / ermäßigt 16,- €
Kategorie II    17,- € / ermäßigt 12,- €
Kategorie III 14,- € / ermäßigt 10,- €

Karten über unser Online-Formular
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Abendkasse ab 17:00 Uhr